Kebro versucht Herbalife    


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Herbalife - Kebros Erfahrungen!

1995 habe ich, gemeinsam mit meinem damaligen Freund (jetzigem Ehemann), Herbalife ausprobiert.

Mein Mann hatte wohl Herbalife schon mal probiert und auch damit abgenommen. Aber danach auch prompt wieder zugenommen, schob es aber auf falsches Eßverhalten. Doch nun war er zuversichtlich, denn ich würde ja die Küche übernehmen und dann kämen ja solche "Fehlgriffe" nicht mehr vor.

Gesagt getan. Wir lasen in einer Zeitung davon und riefen unter der angegebenen Nummer an.
Wir wurden freundlich begrüßt und zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Dort angekommen, wurden wir in einen Saal geführt, wo vorne eine Frau uns die Produkte und das Konzept vorstellte. Das Konzept sieht so aus, daß man morgens und abends einen angerührten Drink zu sich nimmt, dazu diverse Pillen, die Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien enthalten. Nebenbei soll man mit Entschlackungstee "entgiften".
Achja und einmal am Tag darf man eine fettarme Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es egal ob das ein Frühstück, ein Abendbrot oder ein Mittagessen ist. Betont wurde, das es sowohl zur Abnahme als auch zur Zunahme eignen würde, weil es einfach eine neue Art der Ernährung sei. Auch wäre, nach Erreichen des Wunschgewichtes, die Umstellung auf "normales Essen" problemlos, denn die Produkte hätten keinerlei Nebenwirkungen.

Sofort mit den Produkten, die man (natürlich) in dieser Veranstaltung kaufen konnte, wurde auf die Rabatte hingewiesen, die man als eigenständiger Anbieter bekäme. Frei nach dem Motto (genauen Wortlaut habe ich nicht mehr im Kopf): Unser Produkt ist so gut! Sie werden schnell viele Menschen davon überzeugen können und dann ist es gut, wenn sie schon viele Sachen zuhause haben, die Sie dann weiter verkaufen können - der Unterschied zwischen Ein- und Verkaufspreis ist dann ihr Gewinn, sie können also Ihr Einkommen selbst bestimmen! Und Sie sparen ja Geld, weil sie ja nur noch eine Mahlzeit am Tag zu sich nehmen und den Rest mit Herbalife bestreiten... Bei bestimmten Mengenabnahmen gäbe es dann Taschen etc. zum Sonderpreis dazu und ab einem bestimmten Kundenstamm auch Dienstwagen etc. (Aber: immer erst mal zahlen, dann mal gucken was draus wird. Risiko allein bei uns.)

Wir waren ja nicht an dem Vertrieb interessiert, deshalb konnten sie uns auch nicht ködern. Wir kauften nur die grundlegend notwendigen Produkte, probierten noch die Drinks, die fertig angerührt, dort zur Probe standen, nahmen noch ein paar Prospekte über Produkte und Firmenidee mit und gingen wieder.

Ab da waren wir auf uns selbst gestellt.
Keinerlei Betreuung, nur regelmäßige Anrufe, ob wir noch von allen Produkten genug hätten oder noch mal bestellen wollten. Keine Wiegetermine oder so. Keine Anleitung wie und wann wir die Präparate einnehmen sollten etc.

Nach ein paar Wochen wurde mir schlecht, wenn ich das Zeug nur roch. Abgenommen habe ich vielleicht 5 kg, bei meinem Mann sah es auch nicht anders aus. Als die nicht gerade kleinen Gebinde (reichen so für einen Monat), geleert waren (wir hatten einmal nachgekauft, weil ja gesagt wurde, daß so nach 4 Wochen die ersten Resultate sich manifestieren würden, der Rest wäre Umstellung des Körpers), beschlossen wir damit aufzuhören, denn das Geld wurde knapp und 200 DM für 4 Wochen für 2 Personen ist schon ein Wort, zumal die anderen Essenskosten ja nicht wesentlich geringer wurden, denn die mageren Produkte kosteten ja mehr! Kaum aßen wir wieder "normal", kamen die Kilos wieder und brachten auch noch ein paar Kumpel mit (sie hießen JOJO).

Fazit

Außer Spesen nichts gewesen. Ich kann seitdem größere Pillen nicht mehr richtig schlucken, kriege fast nen Kotzreiz... Hinterher habe ich erfahren, daß das Unternehmen angeblich der Scientology-Sekte angehören soll und die Pillen aus Pflanzenresten hergestellt sein sollen, aber labortechnisch nichts hergäben, was man nicht mit Haferflocken und Obst auch bekäme und das schmackhafter!!! Ich habe danach beschlossen, mal wieder öfter Haferflocken zu essen und das hilft mir nun besser über den Tag.

Grüße Kebro